In den vergangenen 7 Tagen haben wir voller Betroffenheit, Angst und Mitleid von den kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine gehört.
Uns alle vereint der Wunsch nach Frieden und einem friedvollen Miteinander. Deshalb wenden sich die Menschen im Gebet an Gott oder rufen sich die Grundsätze in Erinnerung, die für ein gutes Miteinander sorgen.
Gemeinsam wollen wir deshalb nun versuchen unsere Wünsche in ein Gebet zu fassen. Ich denke, dass Menschen auch dann zusammen beten können, wenn sie verschiedenen Glaubensrichtungen angehören. Ich bitte euch deswegen nun meinen Worten zu mit der notwendigen Ernsthaftigkeit und Ruhe zu folgen.
Wir bitten dich für die Menschen in der Ukraine,
die den russischen Angriffen ausgeliefert sind:
für die Mütter, die um das Leben ihrer Kinder bangen,
für die Männer, die ihre Familien nicht schützen können,
für alle, die fliehen müssen aus ihrem Zuhause,
für das Land, dessen Traum von Freiheit brutal zerstört wird.
Gott, lass die Betroffenen nicht ohne Beistand!
So viele junge Männer auf beiden Seiten
müssen nun ihr Leben riskieren
für einen Krieg,
der nichts bringt als Unheil und Leid,
der ihr Gewissen zerstört
und sie gefangen hält in unmenschlichen Befehlsstrukturen.
Gott, auch um ihretwillen bitten wir dich um ein Ende des Krieges.
Wir bitten dich für alle, die Macht haben,
Einfluss zu nehmen auf das Geschehen,
und dem Größenwahn Putins Grenzen zu setzen:
stärke ihre Gemeinsamkeit,
gib ihnen Weisheit, richtige Entscheidungen zu treffen,
und Mut, daran festzuhalten,
selbst wenn ihnen andere in den Rücken fallen.
Wir bitten dich auch für Putin selbst und seine Lakaien,
dass sie zur Besinnung kommen
und die Gewalt beenden,
die Europa und die ganze Welt bedroht.
Gott, wir haben Angst vor dem,
was noch kommen kann,
Plötzlich ist auch unser Leben in Frieden,
das uns so selbstverständlich war,
gefährdet,
plötzlich erleben wir eine Bedrohung,
die sonst immer nur weit weg von uns zu spüren war.
Steh du uns bei,
und stärke unser Vertrauen auf dich und deine Güte,
aller Angst zum Trotz.
„Es kommt auf uns an, den Menschen in der Ukraine, den Menschen in unseren Nachbarländern, unsere Solidarität zu zeigen, keine billige, sondern eine, die uns etwas kostet, die unbequem ist. Es kommt auf uns an, den Menschen in Russland, die sich gegen den Krieg stellen, unsere Achtung und unseren Respekt zu bezeugen. Es kommt auf uns an, den Menschen, die flüchten, zu helfen und ihnen Wege zu öffnen, damit sie ihr Leben retten können.“
Lasst uns an unserer Schule einen Geist des friedvollen Miteinanders pflegen, der in jedem Menschen das Besondere und Gute und nicht das Trennende sucht.
Wir wollen auch nach außen als Schulgemeinschaft am WDG ein Zeichen setzten indem wir heute alle in der 6. Stunde auf den Schulhof kommen und zusammen das "Friedenszeichen" bilden. das ergebnis sehen Sie auf dem Foto oben.