Das Projekt „Verantwortung“ am WDG
– soziale Verantwortung erkennen, übernehmen und reflektieren –
Im Schuljahr 2013/14 rief unsere Schule mit einer Pilotklasse das Projekt „Verantwortung“ ins Leben. Seit 2014/15 wird es als im Schulprogramm fest verankertes Projekt von allen Schülerinnen und Schülern des Jahrgangs 7 durchgeführt.
Im Fokus steht die Frage, „Was kannst Du gut, was Anderen nützt?“. Ausgehend von dieser Frage engagieren sich die Schülerinnen und Schüler im Zeitraum zwischen den Herbst- und den Osterferien eine Stunde pro Woche, an den Unterricht anknüpfend, außerhalb des schulischen und häuslichen Umfelds in selbst gewählten gemeinnützigen Einrichtungen ehrenamtlich für das Gemeinwohl.
Ziel des Projektes ist es, sie zu befähigen, Unterstützungs- und Hilfebedarf zu erkennen, sich in der Konsequenz für andere Menschen einzusetzen und damit soziale Verantwortung zu übernehmen. Im Mittelpunkt steht die Erfahrung, eigenständig und selbstbestimmt etwas Wertvolles leisten zu können.
Das Projekt wird durch die Unterrichtsfächer Religion und Praktische Philosophie schulisch begleitet. Durch das fortlaufende gemeinsame Reflektieren und Evaluieren des Erlebten bleiben die Erfahrungen länger im Gedächtnis und tragen zur nachhaltigen Ausprägung sozialer Kompetenzen bei. Zudem werden die persönlichen Erfahrungen in frei wählbarer Form (z.B. Tagebuch, Film, PPP, Plakat) dokumentiert. Diese Dokumentationen werden jedes Jahr auf unserem „Verantwortungsfest“, im Zuge dessen die Schülerinnen und Schüler nun auch öffentlich Anerkennung und Wertschätzung für ihr Engagement erfahren, vorgestellt.
Die das Projekt ab Schuljahresbeginn vorbereitende Ideensuche wird unterrichtlich begleitet. Die Recherche, Auswahl und das Vorstellen bei einer Institution erfolgen weitgehend eigenständig. Bei Bedarf unterstütze ich einzelne Schüler. Da die Zusammenarbeit mit Institutionen im Umfeld der Schule durch das ehrenamtliche Engagement unserer Schüler fortlaufend gefördert und ausgebaut wird, ist es uns möglich, auf ein immer größer werdendes Netzwerk kommunaler Kooperationspartner zurückzugreifen.
Das Projekt „Verantwortung“ liegt mir und uns als Schule besonders am Herzen, weil es sich durch folgende Merkmale auszeichnet, die den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit eröffnet, die Werthaftigkeit sozialer Verantwortungsübernahme und die Bedeutsamkeit des eigenen Handelns zu erkennen und zu erleben:
• Verknüpfung von Theorie (Unterrichtsinhalten) und Praxis = Erkennen der Sinnhaftigkeit des Lernens
• Individuelle Förderung und Stärkung der Selbstwirksamkeit von Jugendlichen
• Motivation und Selbstbewusstsein (selbstbestimmt und verantwortungsbewusst Entscheidungen treffen, persönliche Stärken erkennen)
• Anerkennung und Wertschätzung
• Demokratie- und Wertebewusstsein
• Heranführung an bürgerliches Engagement
Ina Tania Holz (Projektkoordinatorin) Oktober 2019



















